Berliner Olympiastadion

Die Anlage im Westen der deutschen Hauptstadt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Dort wo einst das Deutsche Stadion stand, wurde für die Olympischen Sommerspiele 1936 ein neues Stadion mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern erbaut. In nur zwei Jahren Bauzeit entstand das Olympiastadion und diente in der Folge den nationalsozialistischen Machthabern für ihre Propagandazwecke, vor allem während der Sommerspiele.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Anlage zur Produktion von Kriegsmaterial und auch als Luftschutzbunker genutzt.

Nach Kriegsende wurden, auf Befehl der britischen Besatzer, einige bauliche Veränderungen durchgeführt, damit keine Kultstätte für den Führer entstehen konnte. So wurde beispielsweise die Ehrenloge, in der Hitler Platz nahm, umgebaut.

Seit den 1960er Jahren ist das Stadion die Heimstatt von Hertha BSC Berlin. Nach der Wiedervereinigung wurde am Olympiastadion auch regelmäßig eine Radonmessung durchgeführt, deren Ergebnisse aber weit unterhalb der Grenzwerte lagen.

Nachdem Deutschland im Jahr 2000 den Zuschlag für die Ausrichtung der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2006 erhielt, begannen zahlreiche Umbaumaßnahmen und Modernisierungen. Seitdem bietet das Stadion 74.475 Sitzplätze und hat gemäß den Bestimmungen der internationalen Fußballverbände UEFA und FIFA einen Fünf-Sterne-Rang.

Nicht nur das Endspiel der WM 2006 wurden bereits im neuen Stadion ausgetragen, sondern auch ein Finale der UEFA Champions League, Spiele der Frauen Fußballweltmeisterschaften, Welt- und Europameisterschaften der Leichtathletik und jährlich das Finale des DFB-Pokals.

Allianz-Arena München

Schon Ende der 1990er Jahre, noch vor Vergabe der Fußball WM 2006, beschäftigte sich man in München und vor allem beim FC Bayern München, mit einem Umbau des Olympiastadions, da es nicht mehr den Anforderungen der Zeit entsprach. Nachdem Umbaumaßnahmen verworfen wurden, entschied man sich, nach einem Volksentscheid, für den Neubau einer reinen Fußballarena im Norden der bayerischen Landeshauptstadt.

Im Herbst 2002 begannen die Bauarbeiten und die offizielle Eröffnung fand im Mai 2005 statt. Die 340 Millionen teure Arena war zu Beginn Eigentum beider Münchener Fußballvereine. Nach dem sportlichen und finanziellen Absturz des TSV 1860 München, übernahm der FC Bayern schrittweise die Anteile des Stadtrivalen.

Nach einigen Umbauten bietet die Arena bei Bundesligaspielen 75.000 Zuschauern Platz. Neben den zahlreichen Champions League Spielen des FC Bayern München ist das Stadion auch Austragungsort viele internationaler Begegnungen. So wurden zahlreichen Spiele der WM 2006 ausgetragen, 2012 das Finale der UEFA Champions League und als einziges Stadion Europas wird die Arena Spielstätte bei zwei Europameisterschaften sein: 2020 als einziges Stadion Deutschlands und 2024 im Rahmen der Heim-EM.

Signal Iduna Park Dortmund

Das bis 2005 Westfalenstadion genannte Stadion ist Heimstätte von Borussia Dortmund und auch Austragungsort vieler internationaler Spiele für die deutsche Nationalmannschaft und war Spielstätte bei den WM-Turnieren 1974 und 2006.

Bei Bundesligaspielen finden nun, nach mehreren Umbaumaßnahmen, 81.365 Zuschauer Platz auf den Tribünen und somit ist der Signal Iduna Park nicht nur das größte Stadion Deutschlands, sondern auch eines der größten Stadien Europas. Charakteristisch für das 1974 eröffnete Stadion ist nicht nur die berühmte Südtribüne für 25.000 Zuschauer, sondern auch die gelben Pylonen über dem Dach.